Pressespiegel

 

Pressespiegel INKAS Institut

 

 

"Kreatives Schreiben"

 

 

Mundart-Duo auf Erfolgskurs

 

 

Trierer Volksfreund 08. März 2013

Das Kloster Himmerod war entscheidend, den Schritt zum Buch zu wagen: Mit 73 Jahren hat Günter Schneider sein Werk vorgelegt. Mit der Mundartsängerin Sylvia Nels bietet er dazu im Kloster eine Art Eifeler Spezialprogramm an. Zwei Mal war das Angebot ruckzuck ausverkauft.

 

 

Die Mundartsängerin Sylvia Nels und Autor Günter Schneider, der sein Buch in den Händen hält. TV-Foto: TV-Archiv/Klaus Kimmling 

 

Oberscheidweiler/Himmerod. "Weßt da noch": So heißt das erste Buch von Günter Schneider. Der Autor aus Oberscheidweiler hat sein Werk, das er dem Dialekt, dem besonderen Eifeler Humor, seiner Heimat und seinen persönlichen Erlebnissen gewidmet hat, zum Jahreswechsel vorgelegt (der TV berichtete).

Das Büchlein entpuppt sich seither als Erfolg. "Selbst der Drucker sagt, das habe er noch nie erlebt in seiner Laufbahn. Meist werden 200 bis 300 Stück verkauft. Von meinem sind schon mehr als 600 Stück weg", sagt Günter Schneider. Der Landwirt hat sein Schreibprojekt im Alter von 73 Jahren gemeistert. Zuvor hat er ein Schreibseminar bei Rüdiger Heins im Kloster Himmerod besucht, ein Ort, dem er sich sehr verbunden fühlt. Über seine erste Erfahrung mit der schreibenden Zunft hat er damals gegenüber dem TV gesagt: "Ich kam dahin. Wir waren acht oder neun. Die andern Ärzte, Akademiker, studierte Menschen. Und ich komme da als Eifelbauer hin und höre was von Lyrik und Prosa. Da bekommt man Komplexe! Aber nach ein paar Stunden waren wir ein Herz und eine Seele, und wir haben heute noch Kontakt."

Und seit sein Buch auf dem Markt ist, hat der Autor noch mehr Kontakt, über den er sich sehr freut: "Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Leute anrufen, sich bedanken und mir bestätigen, dass es genauso war, wie ich es geschrieben habe."

Das Interesse an den Geschichten und Anekdoten aus der Eifel und an seiner Sprache, dem heimischen Dialekt, ist groß.

Das belegt eine Veranstaltung, die zunächst als eine Art Buchvorstellung geplant war. Der Termin lockte mehr als 100 Gäste: ausverkauft. Kurzum wurde der Dialektabend noch einmal angeboten: wieder ausverkauft. Und jetzt folgt wegen der großen Nachfrage Nummer drei des Musik- und Leseabends unter dem Motto "Weßt da noch" in Himmerod. Termin ist am Freitag, 12. April, um 19 Uhr in der Klostergaststätte. Die 40-jährige Mundartsängerin Sylvia Nels aus Rittersdorf trägt dazu ihre Eigenkompositionen vor und begleitet sich dazu mit der Gitarre. Im Wechsel dazu liest Günter Schneider aus seinem Buch Heiteres und Ernstes aus der Eifel in "Hochdeutsch & Platt" vor.

Dazu werden Eifeler Speisen, nämlich Himmeroder Deppekoochen mat Äpelschmärr, sowie ein Glas Himmeroder Viez oder Apfelsaft serviert. Der Eintritt für alles beträgt zwölf Euro.

Und was sagt der Autor zum Erfolg der Veranstaltung? "Da kommen mehrere Komponenten zusammen: Sylvia Nels hat eine große Fangemeinde, die Beliebtheit des Klosters Himmerod ist hoch, dazu gibt es viele Freunde des Dialekts, und ich habe auch einen gewissen Bekanntheitsgrad."

Günter Schneider hatte eigentlich nie ein Buch im Sinne. Allerdings die Idee, einfach mal einiges aufzuschreiben über "wie es früher war": für die Kinder (sieben), für die Enkel (15), damit nicht vergessen wird, was der Vater und Opa alles so erlebt hat. Jetzt ist es anders gekommen, und das Interesse auch außerhalb der Familie Schneider groß. sos

Kartenvorverkauf: Tourist-Information Manderscheid, Telefon 06572/932665, und Himmeroder Klosterladen, Telefon 06575 / 951328, Himmeroder Klostergaststätte, Telefon 06575/9544.

Das Buch "Weßt da noch" erscheint im Verlag edition maya, kostet 14,80 Euro und ist unter anderem im Klosterladen Himmerod und der Touristinformation Manderscheid erhältlich.

 

 

 

Literaturportal Dezember 2012

Nutze Deine Talente!
Ein Schreibseminar im Kloster Himmerod

 


Schreiben macht Spaß. Wie sehr, bewies erneut der Schriftsteller Rüdiger Heins mit seinem Schreibseminar im Kloster Himmerod. Ob Rentnerin oder angehender Sommelier, ob Psychologin oder Künstler – alle kamen, um zu lernen, wie sie ihr Talent am besten ausleben können. Sie gewannen Freude und neue Freunde und entdeckten gleichzeitig, welcher Schatz in ihnen verborgen ist und nur auf seine Entdeckung wartet.

Wer hätte je gedacht, dass Bürokraten einmal die Weltgeschichte bereichern würden? Doch genau das haben sie getan. Die Erfindung der Schrift diente nämlich ursprünglich buchhalterischen Zwecken. Wie die ältesten Schriftzeugnisse beweisen, wurden zunächst Viehbestände, Schulden und ähnliche Dinge auf Tontafeln notiert. Da der Mensch aber durch und durch ein kreatives Wesen ist, kamen schon bald andere Verwendungsmöglichkeiten hinzu. Als Römer oder Griechen meißelten sie das Zwölftafelgesetz bzw. die solonischen Reformen in Stein, als Juden machten sie Gottes Wort fassbar und als Sumerer schufen sie mit dem Gilgamesch Epos die erste schöngeistige Literatur. Um genau diese Form des schreibenden Lebens ging es vom 13. – 15. Mai beim Schreibseminar im Kloster Himmerod.
Der bekannte Schriftsteller Rüdiger Heins (www.ruedigerheins.de) hatte dazu eingeladen, um Menschen aller Altersgruppen Mut zu machen, sich schreibend auszudrücken und phantastische Welten in sich zu entdecken.
Die ehrwürdige Zisterzienser Abtei ist für diese Zwecke wie geschaffen. Zwar wird auch in den Städten großartige Literatur produziert, aber die Abgeschiedenheit der Hocheifel ist für den Anfang doch die bessere Wahl. Das Schreiben beginnt nämlich zunächst mit einem Insichhineinhören. Ruhe ist dafür nötig. In unserem durch Hektik geprägten Alltag fällt es uns aber schwer, diese zu finden. Hier ein Anruf, dort noch ein Termin, ständig werden wir abgelenkt. Unser Innerstes kann sich kaum auf sich selbst konzentrieren. Das Kloster ist da eine wunderbare Alternative.
Ein besonderes Erlebnis war denn auch für die Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik eine Nachtwanderung über die nur spärlich beleuchteten Höhen. Wie Kasper und Seppel einst zusammen mit Hotzenplotz bei Mondschein auf der Hohen Heide das Feenkraut suchten und fanden, konzentrieren sich am Ende auf einer Lichtung Klaus Jürgen, Heike, Hannelore und all die anderen auf ihre Gedanken und bringen sie zu Papier.
Da wir Menschen im Laufe unserer Kulturgeschichte die Fähigkeit zum mündlichen Vortrag vor anderen verloren haben, bittet Rüdiger Heins am anderen Morgen die Teilnehmer darum, sich wechselseitig ihre Arbeiten vorzulesen. Natürlich fällt das am Anfang schwer, aber dank der  im Laufe des vorhergehenden Tages geknüpften freundschaftlichen Banden, kneift doch keiner. Mit Recht, denn die wohlwollenden Zuhörer bestätigen der 80-jährigen Gisela genauso ihr Talent wie dem Rolf, der bereits voller Vorfreude auf seine besten Jahre wartet. Die Teilnehmer merken an der eigenen Leistung, wie leicht man Hemmungen abbauen und seine Gefühle in Worten fassen kann.
Doch im Seminar geht es nicht nur um das Lösen von Blockaden. Schreiben ist eben immer auch ein Stück Arbeit. Stilistische Unebenheiten müssen geglättet, Unklarheiten beseitigt werden, um das Publikum bei der Stange zu halten. Da der Seminarleiter lieber lobt als tadelt, fällt es ihm leicht, die Teilnehmer zum Feinschliff zu motivieren. Stellt man hier einen Absatz um, fällt dem Leser der Einstieg in die Kurzgeschichte leichter, benutzt der Autor dort ein anderes Wort, regt er zum Denken an, zerschneidet der Poet den Vers, gewinnt das Gedicht an Rhythmus. Natürlich sind auch alle anderen Teilnehmer zur konstruktiven Kritik aufgerufen, schließlich wollen ja alle aus ihren Fehlern lernen. In der herzlichen Atmosphäre einer Gruppe fällt das im Allgemeinen am leichtesten.
Der Spaß kommt bei alldem nicht zu kurz. Es wird viel gelacht. Doch obwohl die begeisterten Teilnehmer abends bei der schmackhaften Klosterküche weiter viel über ihr neu entdecktes Können diskutieren, bleibt auch Raum für Persönliches. Freundschaften werden geschlossen, private Treffen vereinbart. Für viele gehen die drei Tage dann auch viel zu schnell vorbei. Am liebsten würden sie gleich im Anschluss ein weiteres Seminar besuchen. Selbst wenn man mit dem größten Talent gesegnet ist, lernt man als Schreiber doch nie aus. Glücklicherweise gibt es schon bald Gelegenheit dazu. Für den 14. – 16. Oktober ist ein weiteres Seminar in Himmerod geplant. Anmeldungen sind schon jetzt über das INKAS-Institut unter der Telefonnummer 06721/921060 oder per Mail info@inkas-id.de möglich.
Text: Joachim Mols,
www.mols-text.de   Fotos: Heike Friederichs

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
Ulrike Görgen und Änne Fuhrmann bei der "Schreibnacht" im Wald beim Kloster

 

 

 

Himmerod,  14.3.09

kloster himmerod
(Renga)

im kloster bin ich
zum bleiben - nein zum schreiben
gedanken ordnen

altes gemäuer
im engen sonnigen tal
ein stückchen frieden

der salmbach gurgelt
bringt wasser hin zur mühle
duftender brotlaib

hügeliges land
heut wie vor tausend jahren
eifelaquarell

Änne Fuhrmann

 

 

 

 Allgemeine Zeitung


 


„Wallraff von innen“



Schon seit langem ist Günter Wallraff eine Marke im investigativen Journalismus. Wo andere sich mit den Pressemitteilungen des Managements zufrieden geben, schaut er bewusst hinter die Kulissen der heilen Welt. Sei es als Redakteur von Bild, als türkischer Arbeiter bei Thyssen oder Mitarbeiter eines Callcenters, Günter Wallraff schlüpft gerne in die Rollen von Opfern und Tätern, um zu erfahren, was sich wirklich hinter den schönen, von der Werbung gemalten Fassaden verbirgt. Nicht selten wurden durch seine Recherchen eklatante Missstände bloß gelegt und bekannte Unternehmen zu praktischen Konsequenzen gezwungen.
Wer aber ist dieser Mann, der anderen die Maske vom Gesicht reißt? Wie sieht es hinter seiner eigenen Verkleidung aus? Rüdiger Heins, der schon seit Jahren mit dem Journalisten eng befreundet ist, hatte Gelegenheit, den gebürtigen Burscheider aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Als Wallraff 2008 verdeckt für den Lidl Zulieferer Gebr. Weinzheimer Brotfabrik in Stromberg arbeitete, gewährte er ihm Monate lang Asyl. So konnte der Autor und Fotograf „Frank K“ bzw. eben Günter Wallraff ganz aus der Nähe zu beobachten. Es entstand ein sehr persönliches Porträt, „Wallraff von innen“.
Die Fotoausstellung ist vom 09. Mai bis zum 03. Juni im Bildungszentrum St. Hildegard in Bad Kreuznach zu sehen.  Vernissage der Ausstellung um 19:00 Uhr. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 10.00 bis 14:00 Uhr.
Am 23. Mai wird Günter Wallraff um 20:00 Uhr eine Lesung im Bildungszentrum halten. Er stellt an diesem Abend sein neues Buch „Aus der schönen neuen Welt“ vor. In diesem Buch schreibt er auch über seine Recherchen in der Brötchenfabrik in Stromberg.

Link zu einem Fotofilm bei youtube: http://www.youtube.com/watch?v=UBSLIhuv5QE

Veranstalter :INKAS INstitut für KreAtives Schreiben(www.inkas-institut.de),   und eXperimenta Magazin (www.experimenta.de) Katholische Erwachsenbildung Bad Kreuznach (www.keb-bad-kreuznach.de)
Text: Joachim Mols 
www.mols-text.de

 


  
„Lebende Legende“ des investigativen Journalismus

14.05.2011 - BAD KREUZNACH

Von Christine Jäckel

AUSSTELLUNG Rüdiger Heins erlebte Recherche von Günter Wallraff in Brötchenfabrik mit

Einen mentalen Aufklärungskonzern nennt der Binger Autor Rüdiger Heins den Journalisten Günter Wallraff. Bei seiner letzten Aufsehen erregenden Undercover-Recherche in einer inzwischen geschlossenen Großbäckerei in Stromberg hat Heins den bekanntesten Enthüllungsjournalisten Deutschlands aus nächster Nähe begleitet und seine Arbeit mit der Kamera dokumentiert. Die Schwarz-Weiß-Fotografien von Rüdiger Heins sind jetzt in einer Ausstellung im Bildungszentrum in der Bahnstraße zu sehen.

„Wallraff von innen“ hat Heins seine Ausstellung überschrieben, die bis zum 3. Juni zu sehen ist. Bereichert wird sie durch eine Lesung am 23. Mai mit Günter Wallraff. Die persönliche Bekanntschaft mit dem Kölner Journalisten führte dazu, dass Wallraff in den vier Wochen, in denen er in der Brotwarenfabrik unter dem Pseudonym Franz K. arbeitete, bei Heins wohnte. So erlebte er unmittelbar den strapaziösen Alltag der Recherche mit, für den Wallraff einen minutiösen Tagesplan von 4.30 Uhr morgens bis zum späten Abend absolvierte.

Die Fotografien der Ausstellung dokumentieren die Verwandlung Wallraffs für die Frühschicht, die Arbeitsumgebung, Brandverletzungen, die sich Franz K. wie seine Kollegen auch bei der Arbeit am Fließband wegen Sicherheitsmängeln zugezogen hatte und die Nachbereitung mit der Auswertung der Film- und Tonaufnahmen.

„Die Fotos zeigen Auseinandersetzungen und Konflikte und machen die Bandbreite deutlich, die notwendig ist, um etwas mehr hinter die Kulissen zu schauen“, sagte Zentrumsleiter Dr. Bernhard Lehnart bei der Eröffnung der Ausstellung. Für den Autoren Heins ist Wallraff ein Prometheus der Neuzeit: „Er ist einer, dem es seit mehr als vier Jahrzehnten gelingt, unwürdige Arbeits- und Lebensverhältnisse aufzudecken, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren“, skizzierte Heins die lebende Legende des investigativen Journalismus.

Die Fragen der Ausstellungsbesucher förderten manches Detail der aufwendigen Recherchearbeit Wallraffs zu Tage. Unter anderem auch die kuriose, aber erfolgreiche Finte, mittels der die Anstellung des Franz K. in der Brotwarenfabrik möglich wurde. Um sich als vitaler Mitarbeiter zu präsentieren, war Wallraff mit dem Rennrad in der Großbäckerei vorstellig geworden, wurde aber nach wenigen Tagen wieder entlassen. Daraufhin schaltete er einen befreundeten Kabarettisten ein, der einen EU-Mitarbeiter spielte und mit der Firma aushandelte, dass Franz K. als Praktikant weiterhin beschäftigt wurde.

„Wallraff von innen“ heißt die Ausstellung von Rüdiger Heins im Bildungszentrum in der Bahnstraße. Der Binger Autor hatte Gelegenheit, seinen Freund bei der Recherche in einer Stromberger Brotwarenfabrik mit der Kamera zu begleiten. Gemeinsam waren sie auch 2008 in Bingen auf der Landesgartenschau. Foto: privat

„Wallraff von innen“ heißt die Ausstellung von Rüdiger Heins im Bildungszentrum in der Bahnstraße. Der Binger Autor hatte Gelegenheit, seinen Freund bei der Recherche in einer Stromberger Brotwarenfabrik mit der Kamera zu begleiten. Gemeinsam waren sie auch 2008 in Bingen auf der Landesgartenschau.

 

 

Stadt Bad Kreuznach 

Ab geht die kunstvolle Post

30.04.2011 - BAD KREUZNACH

Von Isabel Mittler

AUSSTELLUNG Studenten von Rüdiger Heins senden „Mail Art“/ Tütensuppe frankiert


Eine Tütensuppe adressieren, ausreichend frankieren, in den Briefkasten werfen und dem Empfänger eine witzige Überraschung bereiten, geht das? Es geht, beziehungsweise wird von Postboten wie ein Brief behandelt. Die Tütensuppe ist eine der originellen Ideen, die in der Ausstellung „Mail Art“ im Café Kleeblatt im Mehrgenerationenhaus in der Bahnstraße bis 6. Mai zu sehen ist. Ursprung hat die Präsentation im Sommersemester des Inkas-Instituts für kreatives Schreiben von Rüdiger Heins. Seine Studenten aus Deutschland befassten sich 2010 mit moderner Lyrik. Da entsprang die Idee, Kunst aus dem Briefkasten zu schaffen.

„Die kommunikative Form der Minimalkunst kann jeder machen, jeder kann Briefe schreiben“, betont Rüdiger Heins. Pfiffig sind dabei die Mischungen aus Texten, Gedichten und einer visuellen Gestaltung des „Briefes“ oder der „Postkarte“. Anders, als bei der heute üblichen E-Mail oder Kurzmitteilung, geht es hier nicht um Software, sondern um Hardware, die der Absender lediglich so anfertigen sollte, dass sie ohne Probleme in den Schlitz des Briefkastens passt.

Den Binger Schriftsteller und Künstler Rüdiger Heins haben jedenfalls jede Menge „Mail Arts“ erreicht, die mit einem Porto von 1,45 Euro oder mehr frankiert waren.

Ausgestellt sind bemalte Pappkartons, beklebte Pappteller, Briefumschläge, die aus Zeitschriftenseiten gestaltet wurden, selbst gefertigte Postkarten, auf denen witzige Limericks stehen. „Es gibt einen Lehrer in Bingen, der kann euch was rüber bringen. Er hat Charme und Witz und lässt Worte schön klingen - unser unvergleichbarer Lehrer aus Bingen.“ Mitgewirkt haben nicht nur die Studenten im Alter von bis zu 70 Jahren, sondern auch Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Kurses „Abenteuer schreiben“ in der Kreuznacher Kunstwerkstatt aktiv und kreativ sind.

Präsentiert werden die Unikate nach einer Idee von Carolina Butto: mit Wäscheklammern an Leinen befestigt. Die Brasilianerin ist Studenten bei Heins und hatte in ihrer Heimat bereits ein ähnliches Projekt „Cordola de la Literatur“ durchgeführt. So baumeln also „Adventskalender“, Beispiele visueller Poesie (im Kreis geschriebene Worte und Sätze in unterschiedlichen Farben), kunstvoll veränderte oder verpackte CDs, Fotos von Yoko Onos Besuch 1996 in Bonn oder auch das Titelbild von Rüdiger Heins biografischem Stück „Allahs heilige Töchter“ über muslimische Frauen in Deutschland (hier die verschleierte Frau noch mal verschleiert durch Pergamentpapier) an der Kordel. Aus Koblenz traf eine Mail-Art mit einem Teebeutel ein, auch eine Welt mit Ecken und Kanten fand den Weg über die Post-Kasten-Post nach Kreuznach und auch die Geschichte über die Limette, die saure, die lustig macht, wird hübsch präsentiert.

Der Begriff „Mail Art“ ist seit den 1970er Jahren bekannt. Die Ursprünge liegen in der durch Ray Johnson gegründeten New York Correspondance School, ein Netzwerk künstlerischer Briefwechsel im Umfeld von Neo Dada, Fluxus, Pop Art und New Yorker Kunstszene.

Bad Kreuznach ist nach Ulm die zweite Stadt, in der die „Mail Art“ gezeigt wird. Es folgen Ausstellungen in Bingen und Mainz und den übrigen Städten, aus denen die Kunststudenten des Sommersemesters 2010 stammen, unter anderem auch aus Berlin.

Begleitet wurde das Projekt auch filmisch von Helmuth Janßen (zu sehen auf der Videoplattform You Tube).

Autor und Dozent Rüdiger Heins hat Post erhalten: Studenten des Sommersemesters 2010 und Schüler der Kunstwerkstatt haben „Mail Art“ geschaffen. Die kommt schön bunt und originell daher.	Foto: Mittler

Autor und Dozent Rüdiger Heins hat Post erhalten: Studenten des Sommersemesters 2010 und Schüler der Kunstwerkstatt haben „Mail Art“ geschaffen. Die kommt schön bunt und originell daher. Foto: Mittler

 

 

Wochenspiegel
Buchpremiere Andreas Seger - Gegenüber

 

Lyriklesung mit Sonetten

 Am Freitag, den 13. Mai 2011 um 18 Uhr liest der Autor und Komponist Andreas Seger in der Buchhandlung Schweikhard Sonette aus seinem lyrischen Repertoire. Schwerpunkt dabei bilden seine erotischen Sonette aus dem soeben erschienenen Buch: „Gegenüber – Liebessonette – 28 Klanggedichte“.

Andreas Seger (Jahrgang 1962) war nach seinem Schulmusikstudium 20 Jahre lang als Musikredakteur beim SWR tätig. Seit 2008 lebt er in Bingen und studiert derzeit „Creative Writing“ am INKAS-Institut in Bad Kreuznach. „Gegenüber“ ist seine erste eigenständige Buchveröffentlichung.

Die Lesung wird rezitatorisch mitgestaltet von Chris Blomen-Pfaff aus Koblenz, deren Fotos den Gedichten im Buch gegenüberstehen. Für die musikalische Untermalung sorgt die junge Gitarristin Marie-Jo Wohlfarth aus Guldental.

 

 

 

Frankfurter Neue Presse 25. März 2011

Nach der Arbeit wird geschrieben

Von Doris Preusche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marlene Schulz auf der Frankfurter Buchmesse


Lorsbach. Marlene Schulz hält besondere Momente in Worten fest. «Ich spiele gerne mit Sprache», sagt die Lorsbacherin, die flüchtige Augenblicke mit Wortspielereien schreibend am Leben hält. Seit mehr als 13 Jahren erfindet sie Geschichten und Kurzkrimis, von denen bereits einige in Büchern veröffentlicht wurden. Ihr neuestes kriminalistisches Werk «Strandspaziergang» ist gerade in der Anthologie «Der Taunus lässt büßen II» erschienen. Auch im ersten Band der gleichnamigen Anthologie war sie mit einem Text vertreten.

«Bevor ich geschrieben habe, war der Garten mein Hobby», erzählt Marlene Schulz, die während ihrer Studienzeit von der Faszination gepackt wurde, «Ideen zu Papier zu bringen». So wie eine Künstlerin ihr Bild mit Farbe aufpeppt, beschloss sie, ihrer Schriftsprache noch mehr Ausdrucksstärke zu verleihen und absolvierte neben ihrem Beruf ein dreijähriges Fernstudium für belletristisches und journalistisches Schreiben. Doch weil ihr «dort die Gruppe und ein Feedback fehlte», so erinnert sich die Erziehungswissenschaftlerin, besucht sie seitdem verschiedene Schreibworkshops. «Das Tolle daran ist, dass man am gleichen Abend zum Thema etwas schreibt und den Text anschließend in der Gruppe bespricht», erzählt die Lorsbacherin. Zusätzlichen «Input», wie sie sagt, hat sich Marlene Schulz durch ein zweijähriges Stipendium am «Institut für Kreatives Schreiben» in Bad Kreuznach holen können. Seitdem bekommen Interessierte hin und wieder auch einige ihrer Geschichten in der Online-Zeitschrift «eXperimenta» zu lesen.

Angst und Schrecken, so wie es das Buch mit zwölf Taunus-Krimis von zehn Autoren verspricht, verspürt Marlene Schulz im normalen Leben nicht. Um sich beispielsweise in die düsteren Rachegedanken ihrer Protagonisten hineinfühlen zu können, zieht sie mehrmals wöchentlich ihre Joggingschuhe an und lässt auf Feld- und Waldwegen ihren Beinen und Gedanken freien Lauf. «Ich habe das Schreiben neben meinem Beruf zur Arbeit erklärt», berichtet die gebürtige Heidelbergerin, die einen Teil ihrer Freizeit bewusst schreibend in den eigenen vier Wänden verbringt. Ein gefüllter Ordner mit teils unveröffentlichten Werken steht bereits in einem Regal. Kurze Texte seien ihr am liebsten, lässt die 49-Jährige wissen und verrät: «Ich halte nichts davon, Texte künstlich in die Länge zu ziehen, wenn bereits alles gesagt ist.» Dennoch, so erzählt sie weiter, will sie sich der Herausforderung stellen, einen Roman zu schreiben. Erste Entwürfe gibt es bereits.

Am Freitag, 8. April, liest Marlene Schulz um 19 Uhr in der Kemenate auf der Burg Eppstein. Außerdem werden noch Maria Esch aus Eppstein und Barbara Kaufmann-Gallardo aus Hofheim aus der gerade erschienenen Anthologie lesen. Der Eintritt kostet inklusive einer Apfelweinprobe 9 Euro. Mitglieder des Kulturkreises Eppstein zahlen 7 Euro. «Der Taunus lässt büßen II» ist im Sigrid Böhme Verlag erschienen und kostet 8,90 Euro.

 

 

Literaturportal 22. März 2011

SCHICKE POST!

 

 


 

 Wie spannend Briefe sein können, zeigt die Ausstellung Schicke Post! vom 15. bis zum 29. April im Bildungszentrum St. Hildegard in Bad Kreuznach. Studenten und Absolventen des INKAS INstituts für KreAtives Schreiben haben sich Gedanken gemacht, wie man Wörter und Bilder zu lesens- und betrachtenswerten Objekten verbinden kann.

 

 

 

 

 

Der Brief ist wohl eine der ältesten und wichtigsten Kulturtechniken der Welt. Man denke nur an den genialen Theologen Saulus bzw. Paulus aus Tarsus, ohne dessen Briefe die Ausbreitung des Christentums kaum möglich gewesen wäre. Auch Goethe ist hier zu nennen. Gehört doch der Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ zu den bekanntesten Werken der Weltliteratur.

Leider geht die Kunst des Briefeschreibens in der heutigen Zeit immer mehr verloren. Die E-Mail wird schnell und viel zu oft ohne größeres Nachdenken geschrieben. Ihr Stil lässt meistens zu wünschen übrig. Nach einem komischen Hi kämpft man sich durch belanglose Halbsätze bevor das Geschreibsel mit einem Mfg doch recht unpersönlich endet.

Allerdings werden Nachrichten nicht nur durch Texte postalisch übermittelt. Arminius sandte den abgeschlagenen Kopf des Publius Quinctilius Varus an den König der Markomannen Marbod und wollte  mit dieser Taktlosigkeit sein Bündnisangebot untermauern. Manche Männer wiederum halten das Verschicken einer roten Rose für das Mittel schlechthin, um die Angebetete von der Lauterkeit der eigenen Gefühle zu überzeugen.

Die Kombination von textlicher Nachricht und den Möglichkeiten der bildenden Künste inspirierte die Studenten und Absolventen des INKAS Instituts für KreAtives Schreiben in Bad Kreuznach zu ganz eigenwilligen Sendungen. Für kreative Menschen sind die Möglichkeiten der postalischen Gestaltung wohl unbegrenzt. Mal bittet man von einem unbekannten Empfänger um etwas Glück, mal irritiert man den Briefpartner mit einem durch die Parks streunenden Puma. Durch aufwendig und vor allem auffällig gestaltete Umschläge wird klar, welch eine große Freude es sein kann, einen persönlichen Brief von einem Freund zu erhalten. Der Videokünstler und Filmemacher Helmut Janßen war von der Kreativität der Werke dermaßen angetan, dass er sich selbst zu einer eigenen Videoinstallation entschloss. Die Ausstellung ist vom 15. bis zum 29. April im Bad Kreuznacher Bildungszentrum St. Hildegard zu besuchen.

Text: Joachim Mols www.mols-text.de

 

 

 

Südwestpresse Ulm 17. März 2011

Hintersinniges mit Pointen

 


Wain.  30 Jahre lang baute Helmut Gotschy Drehleiern, inzwischen hat er sich ganz der Schriftstellerei verschrieben. Im Kulturstadel stellte er jetzt sein zweites Buch vor, einen Band mit 15 Kurzgeschichten.

"Storch und andere Geschichten" titeln die Erzählungen, die ihren Ursprung in den siebziger Jahren nehmen und bis in die Gegenwart hinein reichen. In den Kurzgeschichten, die ihrem Genre treu bleiben, und knapp und treffsicher das Leben mit all seinen Alltagswidrigkeiten schildern, verarbeitet Gotschy eigene Erlebnisse und bringt fiktive Szenen aufs Papier.

Angeregt durch sein vor zwei Jahren begonnenes Studium am Institut für Kreatives Schreiben in Bad Kreuznach. Manchen Entwurf hat er für "Storch" weiter entwickelt und literarisch vervollständigt.

Raimund, der Protagonist der Kurzgeschichte "Hundstage", die Gotschy, begleitet von der Reutlinger Drehleierspielerin Elke Rogge, in "Schäfers Kulturstadel" vorliest, ist einer dieser Alltagsmenschen. Angestellt bei einer Versicherung, seit langem verheiratet, Hobbyangler, frustriert und genervt von dem in Routine erstickten Leben, verliebt sich auf einem Chorseminar. Fortan steht das Leben von Raimund Kopf. Nicht das tatsächliche, eher schon das erträumte Dasein mit der neuen Frau an seiner Seite.

Dass Träume und Wünsche nicht zwangsläufig Wirklichkeit werden, weil sich in beiden ein so starker Wille des Individuums dokumentiert, macht Gotschy zum Leitgedanken auch dieser überraschend endenden Geschichte. Er blickt auf das Leben von Raimund, blendet zurück, entwickelt ein filigranes Netzwerk aus Ist-Zuständen, Ausblicken, einer ins Lächerliche ziehenden inneren Stimme und den voller Poesie steckenden Versen aus dem Orff"schen Meisterwerk "Carmina Burana".

Gotschy will Geschichten, deren Ende offen bleibt, die Spielraum lassen für die Fantasie der Leser. Ob es Raimunds Verliebtheit ist, die kuriose Kundin Marianne, oder die Griechin Despina, die von einem ausländerfeindlichen Mob zusammengeschlagen wird: Vieles bleibt angedeutet, wird nicht aufgelöst, und birgt neben klaren Botschaften Geheimnisse, deren Entschlüsselung den Lesern überlassen bleibt.

Eigentlich hatte Gotschy nach seinem biografischen Erstlingsroman "Papaya mit Rosinen" geplant, weitere Episoden seines Lebens autobiografisch zu verarbeiten. In "Mit Herzblut und Spucke" wollte der Wainer auf sein Leben als Drehleierbauer blicken, einen Beruf, den der 57-Jährige vor zwei Jahren wegen den Spätfolgen seiner Kinderlähmung aufgeben musste. Genauso wie mit dem fast fertig geschriebenen Roman "Angelos Taverne" auf seine zahlreichen Reisen nach Griechenland.

Seit Gotschy jedoch ein Stipendium am Institut von Rüdiger Heins in Bad Kreuznach ergattert hat, habe sich seine Sicht der Dinge geändert, erzählt er in der nach der Lesung initiierten Podiumsdiskussion mit Schreibwerkstatt-Begründer Heins und der Erbacher Bibliothekarin Marianne Schneider. Sein Fokus liege seither auf den für "Storch" zusammen getragenen Kurzgeschichten. "Das Schreib-Studium hat mir viel gebracht und viele Impulse für diese Art von Geschichten gesetzt", erzählt er. Deshalb hätten die nun zunächst Vorrang vor den großen Romanen, für die er mehr Zeit brauche.

Am Wochenende stellt der Autor, dem Heins eine Zukunft als Schriftsteller voraussagt, sein zweites Werk auf der Buchmesse in Leipzig vor. Darauf freue er sich, schließlich sei das Schreiben nach dem Verkauf seiner Drehleier-Werkstatt zur Hauptbeschäftigung geworden. Einer Tätigkeit, die offensichtlich nicht nur ihm viel gibt. Die Besucher im Kulturstadel beklatschten die fiktive Geschichte um den liebeskranken Raimund am Ende lange.

 

 

 

SÜDWEST PRESSE 10. März 2011
Gotschy und sein Storch

 

 

Wain.  Mit "Storch", einer Sammlung von 15 Kurzgeschichten, legt Helmut Gotschy aus Wain sein zweites literarisches Werk vor. Vor der Präsentation auf der Buchmesse Leipzig gibt es eine Lesung im Kulturstadel.

 

Eigentlich hatte Helmut Gotschy nach seinem biografischen Erstlingsroman "Papaya mit Rosinen" geplant, weitere Episoden seines Lebens literarisch in Romanen zu verarbeiten. So liegen weite Teile von "Angelos Taverne" und "Mit Herzblut und Spucke", schon in der Schublade, wurden jetzt jedoch zugunsten von "Storch" zurückgestellt. "Das Schreib-Studium hat so viele Impulse gesetzt, dass es mir wichtig war, diese Sammlung von Kurzgeschichten zuerst zu veröffentlichen und mit den Romanen, die mehr Vorbereitung benötigen, zu warten", erklärt der Wainer.

Völlig losgelöst von seiner Biografie sind die 15 Geschichten in Storch dennoch nicht. Sehr viel selbst Erlebtes sei, literarisch angereichert, darunter. Aber auch erfundene Geschichten, mit denen er experimentiert habe. So mischt "Unter Linden" eigene Erfahrungen von der ersten Fahrt zum legendären Folkfestival nach Rudolstadt nach Öffnung der DDR und Erlebnisse, die ihm von anderen Musikern berichtet wurden.

Wichtig ist es Gotschy zu zeigen, dass alle mit einer großen Portion von Vorurteilen ankamen, die in großen Teilen sofort entkräftet wurden. Auch "Charlotte", die Schilderung einer kuriosen Kundin, stammt aus seinem Erfahrungsschatz als Drehleierbauer; ein Beruf, den er nach über 30 Jahren vor zwei Jahren wegen den Spätfolgen seiner Kinderlähmung aufgeben musste. Weitere Geschichten sind inspiriert von seinen Asienreisen, angeregt durch andere literarische Werke oder schlichtweg erfunden. Es sind einfache Geschichten darunter, die sich schnell lesen lassen und einige, die sorgfältiges Lesen erfordern, um wesentliche Elemente nicht zu überlesen.

Kurzgeschichten seien im Gegensatz zum Roman sehr viel reduzierter. Da werde einiges nur angedeutet und vieles nicht aufgelöst. So wisse er von einigen Geschichten selbst nicht, wie sie ausgehen. "Jede Geschichte hat ein Geheimnis, das dem Leser überlassen bleibt", meint der Autor.

"Hundstage", eine längere Geschichte, die in der Lesung präsentiert wird, mischt das Erlebnis eines Anglers, mit Gotschys Gedanken, die um eine neue Frau kreisen mit kleinen Textauszügen aus der Carmina Burana. Gerade diese unkonventionellen Ansätze machen den Reiz von "Storch" aus. Offene Fragen beantwortet das Abschlusskapitel "Hintergründe", das zu den einzelnen Geschichten kurze Erklärungen liefert.

Nachdem große Teile seines ersten Buches gestanden waren, stieß Gotschy auf der Suche nach einer fachlichen Beurteilung auf Rüdiger Heins und das von Heins gegründete und geleitete "Institut für Kreatives Schreiben" (Inkas) in Bad Kreuznach. Heins, studierter Pädagoge und Kulturwissenschaftler, arbeitet in der Erwachsenenbildung und ist freier Schriftsteller mit zahlreichen Sachbüchern, Romanen, Lyrikbänden und Produktionen für Hörfunk, Fernsehen und Internet. Er erkannte Gotschys Potenzial und bot ihm ein zweijähriges Stipendium an seinem Institut an, das Gotschy 2008 antrat.

Rüdiger Heins wird am Samstag im Kulturstadel nicht nur im Podiumsgespräch über das kreative Schreiben berichten, sondern hat auch eine "Mail Art Ausstellung" zusammengestellt, die im Erdgeschoss des Stadels präsentiert wird. In der Mail Art werden künstlerische Briefe, Karten oder auch Gegenstände, die von einem Künstler verfasst und durch einen Postdienst versandt wurden, gesammelt. 20 Studenten des Inkas-Institutes haben von Juni bis Oktober 2010 derartige Schriftstücke entworfen und versendet. Sie werden an einer Wäscheleine quer durch das Untergeschoss des Stadels präsentiert. Ein in Endlosschleife gezeigter Kurzfilm von Helmut Janßen wird als filmische Installation das Thema Mail Art beleuchten. Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.inkas-institut.de. Die Ausstellung wird im Anschluss in Bad Kreuznach, Bingen und Berlin gezeigt.

Info Eröffnung der Mail Art Ausstellung Samstag, 12. März, um 18.30 Uhr. Lesung mit Helmut Gotschy und Musik von Elke Rogge um 20 Uhr. Im Anschluss daran Podiumsgespräch mit Rüdiger Heins und Helmut Gotschy. Eintritt 8 Euro, Mitglieder 5 Euro.

  

 

 

Kulturland Rheinland-Pfalz Januar 2011

 

Wer ist das INKAS INstitut für KreAtives Schreiben?

Das 1997 im Netzwerk für alternative Medien - und Kulturarbeit e. V. gegründete INKAS INstitut für KreAtives Schreiben ist eine anerkannte Bildungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gründer und Studienleiter ist Rüdiger Heins www.ruedigerheins.de.

 

Ein Schwerpunkt des Instituts ist das viersemestrige Studium „Creative Writing“. Durch gezielte Übungen, kontinuierliches Schreiben und die Beschäftigung mit Literaturgeschichte wird die Kreativität der Studierenden geweckt und in literarische Formen gebracht.

 

 

 

Ab dem dritten Semester können sich die Studierenden mit fachkundiger Unterstützung in Form eines Lektorats an ihr erstes Buchprojekt wagen. Der institutseigene Verlag edition maya bietet zudem regelmäßig die Beteiligung an Anthologien. Veröffentlichungen sind auch in der Online-Literaturzeitschrift eXperimenta möglich.

www.experimenta.de

Das Studium steht allen Interessierten unabhängig ihrer Vorbildung offen. Das didaktische Konzept sieht die intensive Vermittlung von Creative Writing vor. Außerdem werden die Grundlagen in den Lehrfächern zeitgenössische Lyrik und Prosa sowie Sachthemen der Literatur in den Wochenendseminaren vermittelt. Diese finden in der Regel einmal im Monat von Freitag- bis Samstagabend statt.


Regelmäßig werden öffentliche Lesungen vom Institut angeboten, an denen sich die Studierenden mit eigenen Texten beteiligen können.
Außerdem engagiert sich das INKAS Institut in der Erwachsenen- und Jugendarbeit. Im gesamten deutschsprachigen Raum bietet INKAS mehrtägige Seminare an.

 

 

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein weiterer Schwerpunkt des Instituts. Im Rahmen von „Abenteuer Schreiben“

www.abenteuer-schreiben.eu    werden junge Menschen altersgerecht mit den Methoden des Creative Writings vertraut gemacht.    

Text: Jochen Mols und Marlene Schulz

 

  


 

TRIERER VOLKSFREUND Dezember 2010

Kreatives Schreiben für Jung und Alt

 

Dass der Weg zum Glück  kein Steiniger sein muss, davon konnten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Schreibseminars „Ein Weg zum Glück“ im Kloster Himmerod über-zeugen. Seminarleiter Rüdiger Heins zeigte in unnachahmlicher Weise mit Hilfe von Schreibspielen, Lyrikbeispielen und der Begegnung mit der Natur die Richtung, der alle begeistert und begeisternd folgten. Die von Heins gestellten Aufgaben motivierten zu eigenen Texten, die selbst die AutorInnen von 27 bis 87 manchmal verblüfften, durch ihre jeweils eigene Sprache und Bildhaftigkeit. Dass also die Glückseligkeit auch hinter Klostermauern zu finden ist, illustriert der Satz: „Ich bin glücklich!“, der einer Teilnehmerin spontan entfuhr. Die gemeinsamen Erlebnisse der Gruppe, zu der auch eine Lichtmeditation durch den sonst verschlossenen Kreuzgang des Klosters gehörte, schweißte für diese kurze Weile alle zusammen, die aus verschiedenen Städten, mit unterschiedlichen Voraussetzungen vom Thema Glück gelockt worden waren. Rüdiger Heins ist es gelungen,  bei aller Unterschiedlichkeit,  jedem eine positive Erfahrung zu ermöglichen, die Mut macht, beim Schreiben über diese Tage hinaus zu bleiben. Ohne Noten zu verteilen, verstand er es, die vorgelesenen Texte zu würdigen und durch Fragen nach zugrunde liegender Idee und dem Gefühl beim Schreiben den Prozess dieses Vorgangs zu verdeutlichen, der dadurch für die Nachwuchsautoren beherrschbarer wurde. Auch die Nervosität beim Vorstellen der Texte ließ im Laufe des Seminars nach und wich einer manchmal verhaltenen Freude der Autoren über ihre Text gewordenen Gedanken, die von den MitstreiterInnen oft und von Herzen bejubelt und mit Applaus bedacht wurden.

Text: Sabine Aha


 

Allgemeine Zeitung November 2010

Flaschenpost ist angekommen 

Grundschule Bingen-Dietersheim und INKAS Institut gewinnen Medienpreis

 

 

 

Bingen / Mannheim. Die ehemalige Klasse 4a von Klassenlehrerin Friederike Heins erhielt von der Stiftung Medienpädagogik für das Buchprojekt „Flaschenpost“ – Briefe an die Zukunft den Förderpreis in der Kategorie der sechs- bis zehnjährigen. Bei 124 eingesandten Wettbewerbsbeiträgen wurden acht von der Jury prämiert. Drei der ausgelobten Preise gingen nach Rheinland-Pfalz, einer davon nach Bingen.

Die Jury hob das Buch „Flaschenpost“ als Besonderheit hervor, da die Qualität der Gedichte und Geschichten in dem Buch bemerkenswert seien. Außerdem wurde die Gestaltung des Buches lobend hervorgehoben. Die Jury überzeugte, dass ein klassisches Buch im virtuellen Zeitalter von den Kindern mit großer Freude gestaltet worden ist.  Das Buch entstand mit der fachlichen Begleitung des Autors Rüdiger Heins, der das INKAS Institut für Kreatives Schreiben leitet.
Die Stiftung Medienpädagogik lud die Preisträger nach Mannheim zur Preisübergabe ein.  Busfahrt und Verpflegung wurden von der Stiftung finanziert.
Das Preisgeld von 800 € soll für ein weiteres medienpädagogisches Projekt eingesetzt werden.  

 

 

Ich bin ein Straßenkind 2009 (pdf)

 

Abenteuer Schreiben

Briefe an die Zukunft 2009 (pdf)

 

 

Günter Wallraff und Rüdiger Heins

 

Allgemeine Zeitung 05.2008 Günter Wallraff (pdf)

 

Haiku-Garten auf der Landesgartenschau in Bingen

 

Allgemeine Zeitung 17_04_08 (pdf)

 


Presse 2007

Silvesterlesung 2007

(pdf)

 

 

Wochenspiegel 12.2007(pdf)

 

Interview Glaube + Leben 12.2007

(pdf)

 

Scriptum Artikel Lesung 12.2007

(pdf)

 

Artikel Himmerod 12.2007

(pdf)

 

Autorennetz über INKAS 11.2007

(pdf)

 

Abenteuer Schreiben 09.2007

(pdf)

 

 

Interview(AZ) 08.2007(pdf)

 

TextArt 2007

(pdf)

 

MiniPressenMesse Abenteuer Schreiben 06_2007

(pdf)

 

Dominik Heintzen Abschlusslesung

(pdf)

 

WordArt 02.2007

(pdf)

 

 

Die Talentförderung, gerade im schriftstellerischen Bereich und bei Kindern und Jugendlichen, liegt Rüdiger Heins am Herzen. „Für künstlerisch begabte junge Menschen gibt es beispielsweise Musikschulen oder Malkurse. Aber Schreibschulen gibt es nicht.“
Binger Wochenblatt, 31. August 2006

„Nicht jeder hat das Talent zum Schreiben, aber jeder kann sich weiterentwickeln“, sagt Rüdiger Heins, Leiter des Instituts für Kreatives Schreiben (INKAS) in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz).
Grafschafter Nachrichten, 1. August 2006

Auch Heins ist vollauf zufrieden mit dem Werk seiner Schützlinge: „Ich lege großen Wert auf Qualität und wollte auf gar keinen Fall irgendwelche Wald- und Wiesengedichte auf dieser CD haben. Gewisse Standards müssen sein, sonst hätte ich das nicht gemacht“, lobt er die Lyrik seiner Schüler.
AZ Bad Kreuznach, 31. Juli 2006

„Kinder und Jugendliche sind so unvorbelastet, dass sie nur so vor Fantasie sprudeln“. Rüdiger Heins in einem Interview für die
dpa, Juli 2006